Interferenz-indirekte Messung / subjektive Methode

Achtung! Das im Folgenden beschriebene Verfahren darf nur mit Lichtquellen genutzt werden, in die man gefahrlos hineinschauen darf. Das Verfahren ist NICHT für Messungen mit dem Laser geeignet.

LED – blau 

Gitter: 25 Striche pro 1 mm

Bei der Darstellung von Interferenzbildern, hängt die Sichtbarkeit im Experiment von der Intensität der Lichtquelle und der Helligkeit der Umgebung ab. Interferenzbilder von Lasern sind i.d.R. auch in nicht abgedunkelten Räumen gut sichtbar.

Wenn aber das Interferenzbild einer LED oder einer Spektralröhre untersucht werden soll, dann ist das nur noch in abgedunkelten Räumen möglich. Zusätzlich müssen auch Spalt und Linse zur Abbildung in den Aufbau integriert werden. (s. direkte Messung)

Es gibt eine einfache Möglichkeit, das Interferenzbild einer LED oder Spektralröhre aufzunehmen, die Methode der indirekte Messung bzw. die subjektive Methode.

Eine LED wird mittig vor einem Lineal positioniert. Durch ein Gitter, in einem Abstand a von der LED, wird dann die LED betrachtet. Wie in der Abbildung können wir ein Interferenzbild sehen. Wir sehen scheinbar die beidseitigen Beugungsmaxima der LED.

Wie ist das möglich?

Das Licht der LED trifft auf das Gitter und wird dort gebeugt. Das gebeugte Licht fällt in unser Auge und trifft auf die Netzhaut. Die Netzhaut ersetzt hier die Projektionsfläche. Das heißt, dass die Beugungsmaxima auf unserer Netzhaut real abgebildet werden.

Unser Gehirn suggeriert uns aber, dass das Beugungsbild sich bei der LED befindet. Daher sehen wir es scheinbar bei der LED, die wir vor dem Lineal platziert haben. So können wir auch bei normaler Raumbeleuchtung die Positionen der Beugungsmaxima am Lineal ablesen.

Aufbau – indirekte Messung

Für den Aufbau wurden die PHYWE – Materialien zum Zentralabitur genutzt.