Nachhaltigkeit im täglichen Leben
Nachhaltigkeit, BNE, Ziele, Umwelt, Soziales, Ökonomie, Ökologie, Lüften, Duschen
- Was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit?
- Welchen Beitrag können wir leisten?
1. Nachhaltigkeit
Täglich werden wir in Schule und Medien mit dem Begriff der Nachhaltigkeit konfrontiert. Häufig wirkt es so, als ob der Begriff zum „guten Ton“ gehört. Fragt man aber nach der Bedeutung, dann ist der Begriff i.d.R. nur sehr unscharf besetzt.
Verschiedene Definitionen
Eine sehr allgemeine Definition
„Nachhaltig zu handeln bedeutet, die Bedürfnisse der Gegenwart zu erfüllen, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen einzuschränken. Dies geschieht durch einen verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen, den Schutz der Umwelt und die Förderung sozialer Gerechtigkeit. Es ist ein Handlungsprinzip, das wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte gleichwertig berücksichtigt.“ // BMZ
Das klingt perfekt, bleibt aber sehr allgemein.
Nachhaltigkeit – UN
Im Jahr 2015 formulierten die Vereinten Nationen die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Darin sind 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung formuliert. ►01

Nachhaltigkeit – KI generiert
KI: „Das Nachhaltigkeitsdreieck ist ein Modell zur Bewertung von Nachhaltigkeit, das die drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales kombiniert. Es dient dazu, zu verdeutlichen, dass diese drei Bereiche zusammenwirken müssen, um langfristig faire Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen zu schaffen.“
Eine alltagstaugliche Definition
Die 17 Ziele der UN sind alle nachvollziehbar und absolut wünschenswert. Es ist aber sicher schwer, stets alle 17 Nachhaltigkeitsziele der UN im Blick zu behalten, oder alle stets aufzählen zu können. Auch ist es schwer, alle Ziele in der Praxis miteinander zu verbinden, oder gar weltweit einheitlich zu normieren.
Daher bietet die Darstellung der drei Bereiche Ökonomie, Ökologie und Soziales eine einfache und praktikable Lösung, ohne dabei die 17 Ziele der UN aus dem Blick zu verlieren.
Die Schnittmenge dieser drei Bereiche stellt die Nachhaltigkeit dar.
- Eine Ökonomie, die die Ökologie nicht beachtet, kann auf Dauer nicht funktionieren, da sie sich ihrer Ressourcen beraubt.
- Eine Ökologie, die die Ökonomie nicht beachtet, führt auf Dauer zur Verarmung, Hunger und damit zu sozialen Unruhen.
- Ein System, welches Ökonomie und Ökologie in Einklang bringt, dabei aber die Menschen vergisst, ist weder fair noch lebenswert. Beispiel: Wer, um Wasser zu sparen (Ökologie) und Heizkosten zu reduzieren (Ökonomie) auf das Duschen verzichtet, ist auf Dauer sozial nicht kompatibel.

Nur wenn alle drei Bereiche berücksichtigt werden, kann eine Entwicklung auch nachhaltig sein.
Unser Beitrag
Wir können uns jeden Tag das Ziel setzen die Welt zu retten. Aber können wir das auch umsetzen? Wie realistisch ist das?
Wir sollten uns unseres Beitrags, den wir leisten können, bewusst sein. Dabei sollten unsere Ziele hoch, aber auch realistisch sein.
Einige Beispiele die du sicher ergänzen kannst
- Wir duschen täglich, achten aber darauf, den Duschvorgang nicht exzessiv auszudehnen (5 min statt 30 min). Wir investieren in einen Duschkopf, der die Durchflussmenge auf ein sinnvolles Maß reduziert. Dabei sparen wir Wasser, wir benötigen weniger Energie zum Erwärmen des Wassers, ohne dabei auf die nötige Körperhygiene zu verzichten.
- Wir lüften richtig und lassen die Räume nicht auskühlen. Ohne Verlust an Lebensqualität können wir hier einen großen Beitrag leisten.
- Wir schließen nach der letzten Stunde die Fenster und schalten das Licht aus. Kostet nichts, bringt aber viel.
- Wir ersetzen alte Glühlampen durch moderne LED-Leuchten.
- Beim Einkaufen achten wir darauf, auf unnütze Verpackung zu verzichten.
- Wir kaufen nur so viele Lebensmittel, wie wir im Rahmen des Ablaufdatums auch verbrauchen können.
- Wir kaufen ein neues Kleidungsstück nicht, weil es ein Schnäppchen ist, sondern weil wir es brauchen.
- Wir fahren mit dem Fahrrad zur Schule und lassen uns nicht täglich mit dem Elterntaxi chauffieren.
Dir fallen sicher viele weitere Möglichkeiten ein. Dabei geht es aber darum, besser langfristig viele realistische Ziele auch tatsächlich umzusetzen, als gut klingende unrealistische Ziele zu formulieren, die du aber nicht lange durchhältst.